Einleitung
Dieser Artikel beschreibt, wie WERBAS//KSR NET im Betrieb mit mehreren BO-Server-Instanzen auf einer Maschine die Netzwerk-Ports verwaltet. Im Fokus steht, welche Aufgaben das Setup automatisch übernimmt und an welchen Stellen weiterhin manueller Eingriff erforderlich ist. Für SignalR- und Fusion-API-Ports ist seit Version 11.0.5 keine manuelle Port-Pflege mehr nötig, da das Setup diese Ports bei Neuinstallation und bei jedem Update automatisch vergibt und bei Bedarf repariert.
Wo die Instanz-Konfiguration liegt
Jede BO-Server-Instanz trägt ihre eigene Port-Konfiguration in der Datei ConnectConfig.xml. Die erste Instanz liegt im Verzeichnis Server, weitere Instanzen in ServerInstanz2, ServerInstanz3 und so weiter. Jeder Instanzblock enthält eigene Werte für den Remoting-Port, den SignalR-Port und den Fusion-API-Port. Die Zuordnung erfolgt automatisch über den Installationspfad der jeweiligen Instanz.
Was das Setup automatisch erledigt
Die Automatik wurde in zwei Ausbaustufen eingeführt.
Ab Version 10.1.0
Seit dieser Version unterstützt das Setup mehrere BO-Server-Instanzen sowohl bei Neuinstallation als auch bei Updates. Der Remoting-Port wird bei einer Neuinstallation mit mehr als einer Instanz automatisch je Instanz eindeutig vergeben. Wichtig ist dabei die Abgrenzung: Der Remoting-Port wird nur bei Neuinstallation automatisch hochgezählt. Bei Updates bleiben bestehende Werte erhalten.
Ab Version 11.0.5
Eine neue Setup-Routine prüft und repariert die Ports für SignalR und Fusion API bei jedem Setup-Lauf automatisch. Fehlende Port-Einträge werden angelegt, doppelt vergebene Ports werden aufgelöst und alle Änderungen werden im Setup-Log dokumentiert. Die Routine ist idempotent und kann daher wiederholt ausgeführt werden, ohne bestehende korrekte Werte unnötig zu verändern.
Port-Vergabeschema im Mehr-BO-Betrieb
Die folgende Tabelle zeigt das Standardschema für die Portvergabe bei mehreren Instanzen auf derselben Maschine.
Standard-Portschema je Instanz
Port |
Instanz 1 |
Instanz 2 |
Instanz 3 |
… |
Remoting |
8086 |
8087 |
8088 |
… |
SignalR |
11120 |
11121 |
11122 |
… |
| Fusion API | 8321 | 8322 | 8323 | … |
Regel zur Vergabe
Die erste Instanz erhält den jeweiligen Standardwert. Jede weitere Instanz erhält den nächsten maschinenweit freien Wert, sodass alle Ports über sämtliche Server-Instanzen hinweg eindeutig bleiben.
Neuinstallation vs. Update – Übersicht
Die folgende Tabelle zeigt, welche Portarten bei Neuinstallation und bei Updates automatisch behandelt werden.
Automatik nach Portart
Port |
Neuinstallation |
Update |
Automatisch seit |
Remoting (8086) |
Automatisch hochgezählt bei mehr als einer Instanz |
Bestehende Werte bleiben erhalten |
Version 10.1.0 |
SignalR (11120) |
Eindeutig vergeben |
Bei jedem Update geprüft und repariert |
Version 11.0.5 |
Fusion API (8321) |
Eindeutig vergeben |
Bei jedem Update geprüft und repariert |
Version 11.0.5 |
| REST (8085) | Nicht automatisiert – global fix | Nicht automatisiert | Sonderfall – siehe gesonderter Artikel |
REST-Port 8085 – Ausnahme
Der REST-Port 8085 ist nicht Teil der automatischen Port-Vergabe. Er ist global fest und wird nicht je Instanz hochgezählt. Im Mehr-BO-Betrieb darf deshalb nur eine Instanz als REST-Host betrieben werden. Alle anderen Instanzen müssen den REST-Autostart deaktiviert haben. Details dazu sind im gesonderten Artikel zum REST-Port-Sonderfall beschrieben.